Johanniskrautöl ein MUSS in der Hausapotheke

Johanniskrautöl ist DAS fette Pflanzenöl das in keinem Haushalt fehlen darf.

Es ist der Allrounder unter den fetten Ölen, wie das Lavendelöl unter den Ätherischen.

Es fungiert nicht nur als Basis/Trägeröl für ätherische Öle, sein Einsatzgebiete ist breit gefächert und seine Wirkungen phänomenal. Schon als Kind durfte ich am eigenen Leib spüren, wie wohltuend es hilft. Bei kleinen Verbrennungen oder auch Sonnenbrand war das die Erstversorgung nach dem Kühlen.

Persönlich miterlebt habe ich eine extreme Verbrühung von Bauch und Oberschenkel bei einem Kind. Nach dem Kühlen wurden großflächig Johanniskrautöltupfer auf die Bereiche aufgelegt, bevor es ab ins Krankenhaus ging. Die Ärzte und das Pflegepersonal vor Ort waren überrascht, das die Schmerzen nicht so schlimm waren. Auch im Verlauf zeigte sich eine sehr gute und rasche Wundheilung. Die Haut regenerierte sich auch optisch sehr schön, es ist zu keiner Narbenbildung gekommen.

Johannikrautöl ist ein Mazerat, ein sogenannter Ölauszug. In Oliven- oder Rapsöl werden Johanniskrautblüten eingelegt und an einem warmen Ort platziert. Die fettlöslichen Inhaltsstoffe gehen während der nächsten 6 – 8 Wochen in das Olivenöl über. Dies ist sogar sichtbar. Der Inhaltsstoff Hypericin ist rötlich. Während der Zeit der Mazeration nimmt das Öl eine intensive dunkelrote Farbe an.

Eine Anwendung auf der Haut empfiehlt sich bei:

  • Wirbelsäulen- und Gelenksschmerzen
  • Verletzungen (Sportverletzungen, Stürzen, Verstauchungen, Zerrungen…)
  • Nervenschmerzen
  • Narbenpflege
  • Verbrennungen, Sonnenbrand

In einem kleinen Fläschchen abgefüllt, mit Lavendel fein und Immortelle, habe ich es immer in der Küche. Es geht einfach zu schnell das man sich hier bei einer Pfanne die Finger verbrennt. Mein Notfall, das für die ganze Familie gut zugänglich und leicht anwendbar ist.

Johanniskrautöl selbstgemacht:

Johanniskrautblüten pflücken:

  • am besten um die Sommersonnenwende
  • wächst an naturbelassenen, trockenen, sonnigen Plätzen
  • bei Sonnenschein gegen Mittag (auch am Vortrag sollte es nicht geregnet haben)
  • evt. 1 Tag leicht antrocknen lassen (vor allem wenn man auch Teile von Stängel und Blätter mit in das Öl gibt)
  • Johanniskrautblüten in ein großes durchsichtiges Glas geben

Olivenöl auf die Pflanzenteile gießen (es sollten alle Pflanzenteile bedeckt sein, Olivenöl sollte mind. 1 cm über dem Pflanzenmaterial stehen, damit es zu keiner Schimmelbildung kommt)

verschließen und an einem warmen Ort stellen

tgl. schwenken

nach 6 – 8 Wochen abseien, zum Schluss noch einmal durch ein sauberes Tuch filtern um alle Rückstände gut zu entfernen

in dunkle, saubere Flaschen abfüllen

das Öl ist bei guter Herstellung und Lagerung bis zur nächsten Saison haltbar

Zu Bedenken

  • durch seine dunkelrote Farbe färbt es Stoffe
  • sein Duft ist sehr intensiv und kann oft auch mit ätherischen Ölen nicht „überduftet“ werden
  • seine photosensibilisierende Wirkung ist nicht belegt, dennoch Vorsicht bei sensibler Haut und Sonnenkontakt
  • sollte nicht innerlich eingenommen werden

Mein Erste Hilfeöl bei Verbrennungen

20 ml Johanniskrautöl
10 ml Aloe Mazerat
10 Tropfen Lavendel fein
8 Tropfen Immortelle (alternativ 18 Tr. Lavendel fein)

vorher gekühltes Rosenhydrolat aufsprühen, noch auf die feuchte Haut das Erste Hilfeöl auftragen

Das hier könnte dich auch interessieren. Der Ausgleicher – Lavendel fein

Welche Erfahrungen hast du mit Johanniskrautöl? Schreib gerne dazu in den Kommentaren.

markiert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.