Sprechverbot

Sprechverbot

Wie abhängig sind wir von unserer Stimme?

Letztens habe ich einen Versuch gestartet. Ich habe mir ein Sprechverbot auferlegt. Einfach so wäre ich nie auf die Idee gekommen. Es kam aus einer Notsituation.

Ich, letzten Mittwoch, noch fiebrig und mit Halsschmerzen im Bett, sitze Samstag im 220 km entfernten Graz und schweige.
Mittwochs hatte ich die Krise. Werde ich fit und kann Freitag bis Sonntag unterrichten? Schon fast beschlossen, dass es nicht funktionieren kann und ich absagen muss, geht es mir von Stunde zu Stunde besser. Am Donnerstag steige ich mit gefühlt „wirklich fit“ aus dem Bett. Auch die Halsschmerzen sind komplett weg (kein Wunder bei der Menge an ätherischen Ölen und Kräutern die ich mir reinzog). Jedoch kündigte sich leichter Husten an. Gut, dachte ich mir, auch das kriege ich in den Griff. Und so startete ich Freitag Richtung Graz, voll bepackt mit Tannenwipferlhonig, Hustenpastillen, Öle usw. und empfing gut gelaunt meine Teilnehmer, mit nun doch leicht heiserer Stimme. Und wie das so ist, wenn die Stimme heiser ist, wird’s meist nicht besser. Samstag, die Stimme zu Ende des Seminars fast komplett weg, beschloss ich mir ein Sprechverbot aufzuerlegen. Irgendwie muss es morgen auch noch gehen.

Sprechverbot!

Das war ein Heck Meck. Partner, Eltern, Kinder, Freunde jeder fragte nach, wie es geht. Echt super lieb gemeint, nur leider telefonieren ist nicht. Gott sei Dank gibt es What´s App.

Das wirklich schräge für mich war nun wirklich nicht zu sprechen. Nach dem Kurs startete ich in den Supermarkt um mir Essen zu besorgen. Steh mal an der Kassa und Grüße nicht. Mit einem bewussten Blick ins Gesicht und einem lächelnden Nicken ging es  halbwegs. Komisch war das Ganze dennoch und wirklich gut fühlte es sich auch nicht an. (Und da stehen sie schon wieder, die kleinen Monster, die mir ins Gehirn flüstern …. Hast du die gesehen? Nicht mal Grüßen kann die!)

Gut. Monster wieder in die Ecke bezwungen, mache ich mich auf den Weg ins Hotel. An der Rezeption komme ich mit einem freundlichen Winken vorbei und freue mich auf mein Hotelzimmer. Außerdem musste ich mir ein paar Alternativen für das Seminar morgen überlegen. Meditationen abhalten ging ja nun nicht.
Bevor ich vom Arbeiten ins Arbeiten ging, musste Entspannung her und daher startete ich in die Saune. Der Wellnessbereich ist wiedererwartend brechend voll. Tja da musste ich wohl ohne Worte durch. Nur schnell ab in die Sauna. Klar, auch hier sitzt ein netter Herr drin und grüßt mich freundlich. Ich, freundlich zurücknickend setzte mich schnell, wohl bedacht, dass mein Blick nur nicht allzu lange auf ihm ruht. Könnte ja blöd kommen in der Sauna.

So richtig wohl fühlte ich mich nicht, ohne Stimme unter so vielen Leuten. Ich habe bemerkt, dass das an meinem Selbstwertgefühl nagt und ich mich stark über meine Stimme ausdrücke.

Was wollen dir Halsschmerzen, Heiserkeit und eine belegte Stimme mitteilen?

Ausdrücke wie, „da bleibt mir doch die Spucke weg“ oder „jetzt bin ich aber sprachlos“ weisen auf den Zusammenhang zwischen Psyche und körperliche Anzeichen hin. Sie sind eine Reaktion auf eine Ungehörigkeit, die einem mitgeteilt wurde. Tut man sich schwer andere Personen so sein zu lassen wie sie sind, nimmt man dies schnell persönlich. So kann dir ein Stimmproblem mehr über dich sagen, wenn du genau hinhörst.

Selbstwert

Lange Jahre habe ich meine Stimme zurückgehalten, bin nicht für meine Werte eingestanden. Habe andere reden lassen, weil ich dachte das, was andere erzählen, sei viel wertvoller als ich zu geben habe.

Streiten ist schlecht

Viel zu lange habe ich meine Stimme unterdrückt, geschwiegen, habe andere über mich bestimmen lassen und mich schlecht gefühlt, wenn ich nicht gehört wurde. Streiten, laut sein, schreien, wütend sein war für mich laaaaaange negativ behaftet. Es gehörte sich einfach nicht, laut zu schreien und Schimpfwörter zu benutzen.

Ich dachte ich könnte Harmonie aufrecht erhalten in dem ich nicht streite. Dadurch wurde es aber nur noch schlimmer, weil ich meine Werte vernachlässigte und keine Grenzen eingehalten wurden.

Viel Gequatsche um nichts

Jahrelang zog ich Menschen in mein Umfeld die  zuviel redeten. Wenn ich genau hinhörte kam bei 3 Stunden Gequatsche ein einziger interessanter Input heraus. Welch vergeudete Zeit.

Von sich selbst ablenken

„Hast du das gesehen? Der Nachbar hat sich einen fetten Mercedes gekauft. Der ist sicher geleast. Bei der Arbeitsstelle verdient der sicher nicht das Geld für einen Mercedes.“

„Hast du schon gehört? Lisa und Kurt haben sich wieder mal getrennt. Die bringen es auch nicht auf die Reihe. Einziehen, ausziehen, dass die nichts besseres zu tun haben.“

Sind dir solche Aussagen auch schon mal mega auf den Keks gegangen? Oder machst du da mit? Sie sagen mehr über einen selbst aus, als über den anderen. Ich höre hier Neid, etwas besser können als andere, von sich selbst ablenken und sich wichtig machen.

Meine Ursache

Jetzt weiß ich genau, warum sich meine Schwachstelle „Hals“ wieder mit Heiserkeit bemerkbar machte. Gott sei Dank kann ich gut in mich hineinlauschen und der Ursache auf die Spur kommen. Gezielt auf mein Thema ausgewählte ätherische Öle und Anwendungen verhalfen mir meine Stimme schon am nächsten Tag wieder zu erlangen. Ich konnte mein Seminar fast wie geplant abhalten und es kam mega gut an.

Was habe ich gemacht? Mein ganzheitlicher Ansatz …
  • Ich bin mir der Ursache meines Problems bewusst geworden und habe wieder begonnen mich für meine Werte einzusetzen.
    • Reiki (Energieausgleich)
    • Akupressurpunkte für Hals
  • Ätherische Öle, so oft wie möglich am Tag angewendet

Kennst du schon die Wirksamen? Hier beschreibe ich einzelne ätherische Öle im Detail, welche Eigenschaften sie haben und wie sie eingesetzt werden können.
Ich freue mich über Fragen und Anregungen in dein Kommentaren.

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