DAS GESETZ – warum sich mancher daran hält und warum viele ständig versuchen Schlupflöcher zu finden…

In letzter Zeit werde ich vermehrt mit dem Gesetz konfrontiert. Nicht das ich etwas verbrochen hätte. NEIN, ganz im Gegenteil 😉 es tauchen immer wieder Fragen und Ansichten auf, die meine Weltanschauung sehr in Frage stellen.

Gesetzte sind so gar nicht mein Ding, und hatte ich dieses Fach während der Schule, so sehnte ich mir das Ende der Stunde herbei. Es gibt halt für mich interessanteres, kreativeres und „wichtigeres“ als die gesetzliche Lage genau zu kennen. ABER, wie gesagt, in letzter Zeit wurde ich schon fast „gezwungen“ 😉 mich mit den gesetzlichen Gegebenheiten für meine Arbeitsbereiche zu beschäftigen. Und ich muss ehrlich sagen, je mehr ich mir heraussuchte, mich mit der Materie auseinandersetzte, desto besser fühlte ich mich! Es fühlt sich gut und sicher an, zu wissen, wie meine Arbeitsbereiche lt. Gesetz definiert sind, was meine Tätigkeitsbereiche umfasst UND was ich tun darf und was nicht!
Diese Wichtigkeit sah ich während meiner Ausbildung zur dipl. Gesundheits- und Krankenschwester leider nicht. Wie es sich auch herausstellte, wissen auch viele Kolleginnen und Kollegen nicht mal, wo das GuKG (Gesundheits- und Krankenpflegegesetz) zu finden bzw. nachzulesen ist, geschweige denn, kennen den Inhalt dieses Gesetzes.

Jetzt wirst du dir vielleicht denken, „man darf ja eh alles, man muss es sich nur wenden und drehen wie es einem gerade passt“. Ja klar, im Endeffekt hast du mit dieser Ansicht recht! NUR, sollte etwas schief gehen, musst du selber dann auch die Folgen tragen!
Zu mir sagte einmal der Geschäftsführer eines privaten Altenheimes: „Sehen Sie Fr. Haslinger, Sie können sogar ihrem Vater daheim den Blinddarm herausschneiden, wenn Sie wollen!“
Ja natürlich, kann ich schon machen! NUR, wenn es schief geht, wer trägt dann die Folgen????? Na, er nicht! Oder? ICH, trage trotzdem die Verantwortung für mein tun! „kopfschüttel“ das solche Aussagen von Heimträgern gemacht werden und so in Österreich gearbeitet wird!

Mit meiner Ausbildung zur Aromapraktikerin und meiner Tätigkeit als Vorstandsmitglieder der VAGA habe ich mich aber nun auch vermehrt mit diesen gesetzlichen Gegebenheiten auseinandergesetzt. Als Aromapraktiker in eigener Praxis habe ich mich auch an viele Gesetze zu halten. Meist ist es mit einem Gewerbe nicht abgetan. Ich darf zB keine Heilversprechen machen, als „Energetiker“ nur rein energetisch – am Energiekörper des Menschen arbeiten! Als Aromapraktiker (Erzeugung von kosmetischen Mitteln, eingeschränkt auf die Erzeugung von Aromamischungen im Tätigkeitsfeld des Aromapraktikers) darf ich kosmetische Produkte im Rahmen der Aromaberatung herstellen! Damit ist aber noch lange nicht alles gesagt!
Wie auch hier, kann ich diesen Gewerbewortlaut auslegen wie ich diesen gerade brauche und benötige! Nichts desto trotz habe ich auch hier eine Durchführungsverantwortung! Es gibt gesetzliche Vorgaben an die ich mich zu halten habe. Hygienevorschriften, Etikettier- Richtlinien und so weiter müssen dennoch genauso eingehalten werden, um weitest gehend Sicherheit zu garantieren!

Selbstverständlich verstehe ich auch die Sichtweise von Mitarbeitern in einem Pflegeheim. Wenn die Geschäftsführung das „anordnet“ darf ich mich nicht wiedersetzten! Könnte ja sein, dass wieder einmal Mitarbeiter abgebaut werden und ich dann als nächstes auf der Liste stehe?!
Trotzdem rufe ich hiermit auf, sich genauestens über die eigenen Tätigkeitsbereiche zu informieren und für seine eigenen Rechte einzustehen! Denn, sollte es einmal zu einem „Zwischenfall“ kommen, ist es als erstes der Geschäftsführer der den Schwanz einzieht, weg ist, und mit Sicherheit NICHT hinter dir und deinen Entscheidungen steht!

Gesetzte sind also zum einen zum Eigenschutz da, und zum anderen natürlich auch, um den Klienten, Bewohner, Patienten zu schützen!
Was ich aber erschreckend finde, die Klienten die zur Beratung zu einem Aromapraktiker gehen, sind meist noch agil und können für ihre eigenen Rechte einstehen.
Heimbewohner, vor allem von privaten Heimen, die schon deutlich in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt, gesundheitlich angeschlagen sind und auch nicht mehr den Zugang zu vielen Vorschriften und Richtlinien haben, stehen hier schon deutlich schlechter da. Außer natürlich sie haben „lästigen“ Angehörige, die sich für die Rechte Ihrer Lieben einsetzen!

 

Hier der Link zum GuKG
Gesundheits- und Krankenpflegegesetz

Humanenergetik: Methodenkatalog, Berufsbild uvm
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